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1. Wer im Vorhinein plant, hat gute Zukunft ohne Ausbleiben durchs Leben zu gehen. Viele Verbände und Kommunen bieten Haushaltsberatung an. Sie helfen in Fragen zu Versicherungen und Krediten aller Art. Außerdem: Wem es möglich ist, der sollte immer ein kleines finanzielles Polster für Unvorhergesehenes in der Hinterhand haben.

2. Zur Schuldnerberatung gehen, bevor der Kuckuck auf allen Möbeln klebt! Die Beratung dort ist stets vertraulich und bei den öffentlichen oder karitativen Trägern fast immer kostenlos. Aber: Wartezeiten können bis zu einem Jahr betragen. Kommerzielle Anbieter versprechen schnellere Hilfe, erheben aber fast immer Gebühren. Eine aktuelle Schufa Studie warnt jedoch ausdrücklich vor diesen Anbietern. In den meisten Fällen müssen Schuldner „Vermittlungsgebühren“ zahlen, ohne jemals das versprochene Darlehen zu erhalten.

3. Wenn Sie arbeitslos sind und Schulden haben, teilen Sie dies so schnell wie möglich ihrem Fallmanager der Arbeitsagentur mit. Eine drohende Lohnpfändung erweist sich in vielen Fällen als Jobkiller, denn sie bedeutet Mehraufwand und rechtliche Unsicherheit für den potentiellen Arbeitgeber.

4. Versuchen Sie, Ihre finanzielle Lage zu klären. Sammeln und sortieren Sie alles, was mit ihren Einkünften und Ausgaben zusammenhängt. Eine Selbstauskunft bei der Schufa kann Klarheit verschaffen. Fordern Sie fehlende oder verloren gegangene Unterlagen, etwa Mahnungen oder Schuldscheine, erneut bei Ihren Gläubigern an. Außerdem: Listen Sie in einem Haushaltsbuch die fixen monatlichen Einnahmen und Ausgaben auf.

5. Wer überschuldet ist, muss seinen Lebensstandard empfindlich einschränken. 990 Euro ist der unpfändbare Betrag, der einer Person bleibt, 1.370 Euro bleiben einer alleinerziehenden Person mit Kind. Das heißt sparen, wo es möglich ist und sich gegebenenfalls einen Untermieter oder zusätzlich zu seiner Arbeit eine Nebentätigkeit zu suchen. Die Beratungsstellen helfen, ein Schuldensanierungskonzept zu erstellen. Erst dann ist unter Umständen eine Umschuldung, also eine neue Kreditaufnahme, sinnvoll.

6. Egal, wie sehr manche Gläubiger drängen: Begleichen Sie stets zuerst die Rechnungen für das Notwendigste. Wer Miete und Nebenkosten nicht mehr bezahlt, der kann ganz schnell auf der Straße sitzen. Ohne festen Wohnsitz sind Entschuldung und die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz jedoch nahezu aussichtslos. Wenn bereits Strom und Wasser gesperrt sind und die Wohnungskündigung droht, kann das Sozialamt die Miet- und Energieschulden durch eine einmalige Beihilfe oder in Form eines Darlehens übernehmen.

7. “Wer bürgt, wird gewürgt”. Dies müssen häufig Ehefrauen erfahren, die einen Kredit für ihren Partner mitunterschrieben, oder aber eine Bürgschaft übernommen haben. In einigen Fällen lohnt es sich jedoch, dies auf Sittenwidrigkeit zu prüfen. Das könnte der Fall sein, wenn der Bürge zur Unterschrift gedrängt worden ist, ohne einen eigenen Vorteil aus der Bürgschaft zu ziehen oder zum Zeitpunkt der Bürgschaft finanziell damit überfordert war.

8. Vorsicht bei Inkassounternehmen! Niemals eine vorformulierte Schuldanerkenntnis oder Ratenzahlungsvereinbarung unterschreiben. Bitten Sie um eine detaillierte und von ihrem Gläubiger unterschriebene Auflistung seiner Forderungen. Haben Sie Ihren Gläubiger bereits vorab darüber informiert, dass Sie zahlungsunfähig sind, oder seine Forderungen nicht anerkennen, müssen Sie die Kosten für das Inkassounternehmen nicht zahlen. Außerdem: Für Kreditgeber besteht Schadensminderungspflicht, er darf die Verfahrenskosten seines Schuldners nicht künstlich in die Höhe treiben. Gegen nächtliche Anrufe oder aufdringliche Mitarbeiter der Inkassounternehmen können sie eine Beschwerde beim Amtsgerichtspräsidenten einlegen oder Strafanzeige bei der Polizei erstatten.

9. Geringverdienern steht bei außergerichtlichen Lösungen Beratungshilfe zu. Gewähren kann diese das zuständige Amtsgericht gegen eine Gebühr von zehn Euro. Damit können Sie sich an den Anwalt Ihrer Wahl wenden. (Ausnahme sind die Bundesländer Bremen und Hamburg, die eine öffentliche Rechtsbeihilfe anbieten.) Kommt es dennoch zum Prozess, so lassen Sie Ihren Anspruch auf Prozesskostenhilfe überprüfen. Diese wird gewährt, wenn die Aussicht besteht, dass Sie das Verfahren gewinnen. Aber: Wenn Sie verlieren, müssen Sie die kompletten Gerichts- und Anwaltskosten der Gegenseite übernehmen.

10. Bis zu 30 Jahre lang können Gläubiger ihre Schulden rechtskräftig einfordern. Seit 1999 besteht jedoch auch für Verbraucher die Möglichkeit, Insolvenz anzumelden. Immer mehr Schuldner nutzen diese Möglichkeit. Etwa 80 Prozent davon sind „masselos“, das heißt sie verfügen weder über pfändbares Gut noch Einkommen. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens müssen sich die Schuldner sechs Jahre lang redlich bemühen, ihre Schulden zurückzuzahlen. Danach werden ihnen durch die Restschuldenbefreiung ihre noch ausstehenden Schulden erlassen.

Quelle: katholisch.de

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